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Bet-at-home Cup Kitzbühel

29. July 2014

Heute wollten wir eigentlich direkt zur Tennisanlage aber die Wettervorhersage für Dienstag war so schlecht, dass wir um planten. Obwohl auch für heute Regen angesagt war schien die Sonne. Wir hätten 20 Min. auf den Bus warten müssen und entschieden uns den ganzen Weg zu Fuß zu gehen. 30 Min. später sind wir bei der Hahnenkamm-Bahn angekommen und heute war unser Glückstag, sprich Ladies Day und 20% Vergünstigung auf alle Fahrkarten. Mit der Luftseilbahn ging es dann hoch zum Hahnenkamm und nach einem Panoramablick über Kitzbühel, Reith etc. ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, auch das Starthaus zur berühmten Hahnenkamm-Abfahrt zu besichtigen. Es war sehr eindrücklich, beim Starthaus geht es fast senkrecht den Hang hinunter, Waaaaahnsinn! Mit der Bahn fuhren wir wieder zurück nach Kitzbühel und schauten auf dem Weg zum Mercedes-Benz Sportpark noch schnell beim Geburtshaus von Tony Seiler vorbei.

Bei der Tennisanlage kauften wir uns zwei Tickets für je 22 Euro und hatten damit Zutritt für allen Plätzen. An der Kasse habe ich auch gleich erfahren, dass Jürgen Melzer um 15.30 Uhr eine Autogrammstunde geben wird. Das läuft ja sehr gut, er war eigentlich das Objekt meiner Begierde den er hatte noch nicht das Vergnügen in meinem Olympicabuch zu signieren. Kaum ein paar Schritte weiter rannten schon die ersten Kinder mit den übergroßen Tennisbällen herum, na toll, heute ist Kids-Day, das kann ja mal wieder heiter werden. Wir schauten uns zuerst ein wenig um und schlenderten dann zum Center Court wo gerade Andreas Haider-Maurer gegen Gerald Melzer, dem Bruder von Jürgen der nur ein paar Meter von mir entfernt saß spielte. Leider gab es trotzdem kein herankommen. Nach dem Spiel schnappte ich mir schnell Alex Antonitsch, einen ehemaligen Tennisspieler und Turnierdirektor von Kitzbühel. Mit ihm machte ich ein Doppelfoto, ein Autogramm habe ich seit Jahren in meiner Sammlung. Da es auf der ganzen Anlage von Kindern wimmelte wollte ich frühzeitig beim Napapijri-Zelt sein um in der Schlangen ganz vorne zu stehen. Gut 30 Min. vor Beginn der Autogrammstunde war dort jedoch noch nichts aufgestellt. Ich habe mich dann nach dem genauen Standort der Signierstunde erkundigt wurde aber nicht gerade freundlich abgefertigt. Ein Stuhl wurde an einen schattigen Platz gestellt und genau vor diesen Stuhl stand ich nun, umringt von gefühlten 500 Kindern mit ihren riesengroßen, gelben Tennisbällen. Wir mussten natürlich alle etwas zurücktreten damit auch noch ein Tisch hingestellt werden konnte und mein Plan ging auf, ich stand direkt am Tisch, direkt vis-à-vis vom Stuhl. Jürgen Melzer ist pünktlich erschienen und hat auch gleich angefangen zu schreiben. Zuerst ein paar Tennisbälle danach wollte er in meinem Buch mit diesem Stift schreiben aber das konnte ich zum Glück verhindert. Ich bat ihn meinen Sharpie zu nehmen und fragte auch nach einer Widmung, beides hat geklappt. Ein paar Minuten später hielt ich ihm noch ein Foto hin das ich letztes Jahr in Monaco von ihm gemacht habe, auch das bekam ich signiert. Danach ergriff ich die Flucht und wartete etwas entfernt auf einen ruhigen Moment um noch ein Foto mit ihm zu machen auch das funktionierte.

Auf dem Center Court wurde nun versucht einen Weltrekord zu erzielen und zwar sollten über 600 Tennisspieler mit einem Schläger gleichzeitig 10 Sekunden lang einen Ball prellen. Die Zuschauer wurden ermutigt mitzumachen, wir schauten uns die ganze Sache jedoch von weitem an. Der Weltrekord gelang nicht weil es zu wenige Schläger vor Ort hatte, dafür konnte ich danach noch ein weiteres Autogramm sammeln. Chris Lewis, ein neuseeländischer Tennisspieler machte beim Weltrekordversuch auch mit und schrieb mir danach gerne ein Autogramme und machte ein Foto mir.

Als nächstes folgte auf dem Center Court das Spiel Pere Riba gegen Dustin Brown. So ein Foto mit Dustin wäre auch cool, dachte ich mir aber plötzlich hatte ich anderes vor. Barbara Schett saß im Publikum und schließlich muss man Prioritäten setzten :-) Dustin spielt immer mal wieder in Gstaad und Barbara Schett ist keine aktive Spielerin mehr sondern arbeitet für Eurosport als Kommentatorin. In Wimbledon oder auch in Paris habe ich sie noch nie von Nahem gesehen also musste es heute klappen. Als sie bei einem Seitenwechsel den Center Court verließ rannte ich gleich los aber leider ohne Erfolg, ich habe sie nicht gesehen/getroffen. Als der Match von Brown (er hat verloren) vorbei war erging es mir nochmals genau gleich. Ich rannte wieder los bekam aber beide Spieler nicht zu Gesicht. Zeitgleich wurde auf einem anderen Platz das Spiel von Jiri Vesely gegen Jan-Lennard Struff fertig und Jan-Lennard wollte ich unbedingt auch noch sammeln. Ich marschierte los und schaffte es pünktlich vor Ort zu sein, nur ein paar Minuten später verließ Jan-Lennard den Court und signierte mein Foto. Ich war jedoch etwas enttäuscht den von ihm hätte ich schon noch eine "normale" Unterschrift erwartet und nicht nur ein abgehacktes "Jan". Ein Foto konnte ich auch noch mit ihm machen, phuuu ist der groß :-)

Das letzte Spiel auf dem Center Court war Joao Souza gegen Dominic Thiem. Thiem ein ganz junger Österreicher, die aktuelle Nummer 1 des Landes. Das Spiel war sehr spannend, Dominic hat sich immer wieder Vorteile erarbeitet die er dann auch wieder leichtfertig verspielte. Am Schluss gewann er dann aber doch nach 2 Std und 40 Min. mit 7:6 3:6 7:5. Sein Autogramm war natürlich sehr gefragt und nicht nur ich rannte zum Spielerausgang. Ich war wieder umgeben von Kindern mit ihren tollen Tennisbällen. Joao Souza hat den Platz verlassen ohne zu schrieben, er war nah dran an einem Sieg und doch hat es nicht gereicht. Mir viel auf, dass kein Spielerfahrzeug (ein Golfmobil) mehr bereit stand also musste Thiem das Gebäude woanders verlassen, leider bemerkten das auch die Kids. Ich fand dann das Fahrzeug ziemlich schnell und stand dort links davon in der ersten Reihe. Es wurde gedrängelt und geschubst und auf Ansagen der Security hat keine gehört. Einige der Kinder rannten zwischen den beiden Ein- bzw. Ausgängen hin und her aber das tat ich mir nicht an. Ich sah dann, dass Thiem zur Pressekonferenz ging und kurze Zeit später wurden wir alle auf die rechte Seite gedrängt mit dem Versprechen, wenn wir alle in einer Einerkolonne stehen bekommt jeder sein Autogramm. Naja, den Kindern kann man ja viel erzählen aber ich glaube nicht mehr alles. Wie will ein Sicherheitsbeamter der einen Ein- bzw. Ausgang bewacht wissen was Thiem nach der Pressekonferenz genau machen wird. Mir wurde es dann irgendwie zu blöd und ich lief zu meiner Mutter die vielleicht 50 Meter daneben stand. Sie erzählte mir voller Freude, dass vor ca. 10 Min. Barbara Schett an ihr vorbei gelaufen sei. Als ich so mit ihr plauderte sah ich den Mercedes bei einem weiteren Ausgang. Dieses Fahrzeug wurde von einem Kleinbus verdeckt, deshalb rannten die Kinder (und ich auch) daran vorbei. Kurze Zeit später wurde der Kofferraum geöffnet und dann auch die hintere Türe. Ich nichts wie los, zuerst wurde ich noch vom Fahrer abgedrängt aber ich lasse mir auch nicht mehr alles gefallen. Thiem verließ das Gebäude und wollte zuerst nicht schreiben. Er stieg ein, ich hielt ihm mein Foto hin und fragte nochmals mit dem Zauberwort "Bitte" nach einem Autogramme und siehe da, er signiert das Foto. In der Zwischenzeit haben natürlich auch die Kinder realisiert was gerade passiert aber sie waren zu langsam. Ich bedanke mich ganz herzlich für das Autogramm, die Türe wurde geschlossen und das Auto fuhr davon. Ich hielt mein Foto in die Luft und sagte: "Yes, ICH habe ihn bekommen". Die Reaktionen der Kinder habe ich nicht mehr mitbekommen, wir waren schon auf dem Weg in die Stadt um noch etwas zu essen. Als wir das Restaurant verließen saß doch tatsächlich Joao Souza auf der Terrasse und sein Begleiter war gerade dabei die Rechnung zu begleichen. Das passt ja sehr gut den nur ein paar Minuten später konnte ich ihn auch noch sammeln, inkl. Foto. Leider hat es mit Barbara Schett doch nicht geklappt aber ich war doch zufrieden mit meiner Ausbeute. Zurück im Hotel sollte es eine lange Nacht werden...   




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